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Widerstand gegen Abbaupläne

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10.01.2018 Die europäischen Gewerkschaften warnen: Massiver Stellenabbau und fehlende industrielle Perspektiven führen GE in die Katastrophe - Pressemitteilung des Dachverbandes IndustriAll

General Electric hat durch die Ankündigung eines weiteren massiven Restrukturierungsplans für die energiebezogenen Aktivitäten eine riesige Schockwelle ausgelöst. Der Widerstand gegen die Standortschließungen und den geplanten Abbau von 5500 Arbeitsplätzen in Europa ist geschlossen:
Die Beschäftigten von GE vertretenden Gewerkschaften lehnen den Plan, der die Existenz von tausenden Beschäftigten und ihrer Familien gefährdet, ab. Sie warten immer noch darauf, dass GE eine nachhaltige industriepolitische Strategie für die kommenden Jahre vorlegt.

General Electric ist ein höchst profitabler multinationaler Konzern. Das Unternehmen kündigte für das dritte Quartal 2017 einen operativen Gewinn von 3,5 Milliarden Dollar für alle seine industriellen Aktivitäten an. Die energiebezogenen Aktivitäten von GE folgen demselben Muster, ihr Beitrag zu
diesem Betriebsergebnis beträgt 1,1 Milliarden Dollar (611 Millionen Dollar von GE Power, 257 Millionen Dollar von GE Renewable Energy und 231 Millionen Dollar von GE Oil & Gas). Doch nach dem massiven Restrukturierungsplan für die Ex-Alstom-Aktivitäten, der bereits 6.000 Arbeitsplätze gekostet hat, beabsichtigt das GE-Management, weitere 5.500 Arbeitsplätze abzubauen (4.500 bei Ex- Alstom und 1.000 bei Power Conversion).

Die Gewerkschaften, die die GE-Beschäftigten in Europa vertreten, äußern sich unmissverständlich:
Sie lehnen einen kurzsichtigen Plan ab, der weder auf einer vernünftigen industriellen noch wirtschaftlichen Rechtfertigung beruht. Dessen massive Auswirkungen werden die Tragfähigkeit der industriellen Basis von GE in Europa vielmehr irreversibel schädigen. Das IRS (das provisorische
Unterrichtungs- und Anhörungsgremium für die Ex-Alstom-Beschäftigten) lehnt ein Projekt ab, das die Schließung der Werke in Mönchengladbach, Sesto San Giovani, Setubal und Tampere zur Folge haben und andere Standorte ernsthaft gefährden wird (siehe beiliegende Erklärung in Französisch, Englisch
und Deutsch). Die Haltung ist in allen betroffenen Ländern gleich. In Deutschland ruft die IG Metall alle GE-Beschäftigten zu einer Demonstration auf, um Nein zu den geplanten 1600 Stellenkürzungen und Ja zu einer nachhaltigen Investitionsstrategie zu sagen (siehe IG Metall Online News).
In der Schweiz sagt Syna "Genug!" als Reaktion die Streichung von weiteren 1400 schweizer Jobs (siehe Online-Nachrichten von Syna) und fordert, zusammen mit Unia (siehe Online-Nachrichten von Unia), nationale und lokale Behörden auf, rasch zu intervenieren. In Großbritannien verspricht Unite the Union, für die Zukunft der 1.100 gefährdeten Arbeitsplätze in der britischen GE Power Division zu kämpfen (siehe Unite Online-Nachrichten).

"Wie viele schreckliche Restrukturierungspläne, Arbeitsplatzverluste und geopferte Mitarbeiter braucht General Electric, um zu verstehen, dass dies zum Desaster führt?", fragt Sylvain Lefebvre, stellvertretender Generalsekretär von industriAll Europe.

"Die Zukunft von GE und der Energieproduktion in Europa liegt in der genau entgegengesetzten Richtung: es braucht ein hohes Niveau an Investitionen, innovative F&E-Programme, die Sicherung und Entwicklung von strategischem Know-how der Beschäftigten von GE, das im Laufe der Jahre gewachsen ist. Kurz gesagt, die Zukunft von GE liegt in einer nachhaltigen Industriestrategie, die dringend gebraucht wird. "

Um die Zukunft von GE-Arbeitsplätzen und -Standorten in Europa zu verteidigen, werden die europäischen Gewerkschaften in den kommenden Wochen ihre Koordinierung und Mobilisierung von GE-Mitarbeitern fortsetzen, nationale und europäische Behörden auf das Risiko der GE-Strategie für die EU-Energiepolitik aufmerksam machen und weitere gewerkschaftliche Aktionen in Erwägung
ziehen.

Vereint fordern die europäischen Gewerkschaften:

  • dass GE eine langfristige industriepolitische Strategie vorlegt, um die Zukunft der europäischen Aktivitäten zu sichern
  • dass GE den bei der Übernahme von Alstom Power gemachten Zusagen in Bezug auf Investitionen und industrielle Entwicklung nachkommt
  • dass GE das massive Restrukturierungsverfahren stoppt bis die Rechte aller GE-Beschäftigten auf Unterrichtung und Anhörung gewahrt wurden.

Anhänge:

Pressemitteilung IndustriAll

Pressemitteilung IndustriAll

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Letzte Änderung: 10.01.2018


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